White Horse Theatre

White Horse Theater 2015/16

„Englisch zu verstehen ist gar nicht so schwer“, so das Urteil vieler Bruno-Lorenzen-Schüler nach den Aufführungen des White Horse Theatres. Drei Mal standen die aus England stammenden Schauspieler auf der Bühne, um für die unterschiedlichen Altersstufen drei verschiedene Stücke aufzuführen. Wie in den vergangenen Jahren saßen die Schüler nicht in der schuleigenen Aula, sondern im  weitaus größeren Saal der Georg-Wilhelm-Pfingsten-Schule. Die gemeinsame Verpflichtung des White Horse Theatre war eine Aktion der seit einiger Zeit kooperierenden Schulen.

So saßen zwischen den Bruno-Schülern auch gehörlose Mädchen und Jungen, die ebenfalls amüsiert das Geschehen auf der Bühne verfolgten. Ganz zwanglos kam es dabei zwischen den Jugendlichen zum Austausch über die Stücke und die glänzende schauspielerische Leistung der Briten.

Die Fünft- und Sechstklässler sahen das Stück „Maid Marian“. Da fast jeder Schüler die Geschichte von Robin Hood kennt, war es sehr einfach für die jüngeren Schüler, die Abenteuer im Sherwood Forest zu verstehen. In einigen der Episoden holten die englischen Schauspieler dazu Schüler auf die Bühne. Mit winzigen Dialogen und fantasievoller Verkleidung durften sie kleine Rollen übernehmen. Die Begeisterung darüber war nicht nur bei den Akteuren, sondern auch bei den Mitschülern groß.

Eine Patchwork-Familiengeschichte hatte das WHT für die Siebt- und Achtklässler parat: „The Slug in the Shoe“ hieß die amüsante Komödie. In das Doppelhaus von Vater und Sohn ziehen in die andere Hälfte Mutter und Tochter. Die Kinder finden sich zunächst schrecklich – mit dem anderen Geschlecht möchte man nichts zu tun haben. Doch die Elternteile kommen sich näher. Das schweißt die Kinder zusammen, die nun mit fiesen Tricks verhindern wollen, dass es zum ersten Kuss zwischen den Erwachsenen kommt. Am Ende landen sogar als Abschreckungsmaßnahme Schneckenschleim im Schuh und Essig im teuren Rotwein.

Für die Neunt- und Zehntklässler brachte das britische Tourneetheater das Stück „The Girl with the Golden Wig“ auf die Bühne: Eine kleine Schauspielergruppe will einen Spionagekrimi aufführen, aber die zwei Männer im Ensemble müssen feststellen, dass sich die Hauptdarstellerin weigert, ihre entwürdigend sexistische Rolle zu spielen. Wie können die zwei Männer es schaffen, die Vorstellung zu Ende zu spielen? In dieser Komödie werden auf komische Art geschlechtsspezifische Rollenstereotype in der Welt der Unterhaltung hinterfragt.

Im Anschluss durften die Schüler noch einige Fragen an das Schauspieler-Quartett stellen. Bereitwillig beantworteten die Darsteller – wahrscheinlich während ihrer Tournee zum hundertsten Mal – was ihre Lieblingsfarben sind, welchen deutschen Fußballclub sie mögen oder wie ihr Repertoire an deutschen Wörtern aussieht.