Projektprüfungen

Vom mittelalterlichen Bauernhof bis zu veganer Ernährung

Sich über Wochen mit einem Thema ihrer Wahl beschäftigen, das sollen Neuntklässler bei der Erstellung ihrer Projektarbeit. Von Dezember bis Anfang März ist Recherche angesagt. Daraus entsteht eine zehn- bis fünfzehnseitige Ausarbeitung sowie eine mündliche Präsentation der Ergebnisse, bei der ein praktischer Teil vorhanden sein muss. Die erzielte Note ist dann Bestandteil der Abschlussprüfung.

Wer eine gute Beurteilung anstrebt, kniet sich in sein Thema richtig rein. So auch Lara Obenauff (14) und Svea Boy-Ed (15). Die beiden Schülerinnen aus der 9b haben das Thema Theater gewählt – beide spielen seit Jahren in der Theater AG mit und engagieren sich im Theater-Jugend-Club. Für die Projektarbeit wollen sie untersuchen, was Schülern am Schauspiel fasziniert. „Wir haben eine Umfrage gemacht und festgestellt, dass den Jugendlichen vor allem das Reinschlüpfen in eine andere Rolle gefällt. Auch die tolle Gemeinschaft in der AG ist den Befragten sehr wichtig“, erklären die beiden.

 

 

Ein ganz andere Thema haben die Zwilling Max und Moritz Mai ausgewählt: Sie untersuchen die Tierhaltung vom Mittelalter bis heute. Dazu haben sie im Internet recherchiert und bringen eigene Erfahrungen ein. Zur Veranschaulichung haben sie Modelle von Bauernhöfen im Mittelalter und von Betrieben heute. Emma Phillip (15) und Mitschülerin Miriam Kling (15) haben vegane und vegetarische Ernährung ausprobiert. „Ich habe zwei Wochen nur vegan gegessen. Einkaufen war anstrengend, weil ich immer genau bei den Zutaten nachlesen musste, ob das  Produkt tatsächlich vegan ist“, erklärt Emma. Bei Marie Andersen (15) und Amelie Schröder (14) dreht sich alles um Nachhilfe. In einer groß angelegten Umfrage ermittelten sie unter allen Schülern der Bruno, wie hoch der Anteil externer Förderstunden ist. „Das war viel Arbeit“, sind sich beide Neuntklässlerinnen einig. Doch nach geleisteter Recherche wissen sie genau, in Sachen Projektarbeit brauchen sie keine Nachhilfe.

Für die Schüler ist die Projektarbeit eine große Herausforderung. „Hier können sie beweisen, dass sie selbstständig arbeiten können“, so Konrektorin Martina Bülk. Die Ergebnisse der Projektarbeiten seien auch für spätere Bewerbungen von Bedeutung: Künftige Arbeitgeber schauen sich die Zensuren genau an, denn sie geben Auskunft, ob ein möglicher Auszubildender sich ausdauernd und kompetent mit einem Thema beschäftigen konnte. Da die meisten Schüler zu zwei oder zu dritt arbeiten, wird zudem die Teamfähigkeit unter Beweis gestellt - auch eine Schlüsselkompetenz für das spätere Berufsleben.