mini decki

„Liebling“ ist vielleicht eins der ersten Wörter, das künftig ein Flüchtlingskind auf Deutsch kann. Das steht nämlich auf einer „mini decki“. Diese und 13 weitere haben Schüler des WPU Textillehre an der Bruno-Lorenzen-Schule genäht. Jetzt wurden sie von den Neuntklässlern und ihrer Lehrerin Antje Laß an die ehrenamtlich tätige Flüchtlingsbetreuerin Sylke Willig übergeben.

„Es war für unsere Schüler ein ganz besonderes Projekt“, sagt Antje Laß. Die Nähfreude ist bei ihren 17 Schülern, die von der „Bruno“ und der kooperierenden Georg-Wilhelm-Pfingsten-Schule kommen,  groß. Und so konnten sie nicht nur schöne Decken im Patchwork-Design anfertigen, sondern auch gleichzeitig einen sozialen Beitrag leisten. „Mir hat das sehr gut gefallen“, sagt Marie Andersen aus der 9a. Für ihre Decke hat sie bunte Bettwäsche und Tischdecken zerschnitten und nach eigenen Vorstellungen neu zu einem schönen Muster zusammengesetzt. „Ich hoffe, dass bald ein kleines Mädchen damit kuscheln und alle schlimmen Gedanken dabei vergessen kann.“

Das wünscht sich auch die Initiatorin: „Ich habe im Internet von diesem ursprünglich Schweizer Projekt gelesen und dachte, das können wir hier auch“, erklärt Sylke Willig. „Auch Nähanfänger sind in der Lage, so eine Decke anzufertigen und damit Gutes zu tun.“  In ihrem Bekanntenkreis hat sie bereits viele Flyer verteilt und auch in dem Busdorfer Nähladen „Stoffwechsel Meterweise“ liegen Anleitungen bereit. Stoffspenden nimmt Willig auch gern entgegen, um sie an kreative Helfer weiterzugeben – ausgemusterte Bettwäsche, Tischdecken usw sind willkommen. Infos: minideckirieseby@gmx.de.

Für die Schüler stehen nun erst mal die Sommerferien an. Doch dann wird es noch einen weiteren wichtigen Termin geben: Nicht nur Marie möchte dabei sein, wenn ihre Decke an ein Flüchtlingskind übergeben wird. „Das wird ein besonderer Moment sein“, ist  sich die 15jährige sicher. „Das ist mein ganz persönlicher Beitrag für Kinder, denen es nicht so gut geht wie mir.“