Klassenfahrten

Beispiele für Brunos Fahrten

Es gibt verschiedene Ziele für Klassenfahrten. Bei der Auswahl spielen unterschiedlichste Kriterien eine Rolle, jedoch stehen fast immer folgende pädagogische Gesichtspunkte im Vordergrund:

Fahrten unter vielfältigen Aspekten

Beispiel: Erlebnispädagogik

Die Lebenswelt junger Menschen sieht heute sehr viel anders aus als früher. Isoliert erfahren sie die Überflutung durch Medien (Fernsehen, Walkman, Computer). Diese Reizüberflutung hat Auswirkungen, trotzdem bleibt der unstillbare Wunsch nach Nervenkitzel. Es ist nicht auszuschließen, dass Delinquenz und Fälle von Kriminalität (z.B. S-Bahn-Surfen) Auswirkungen davon sind.

Dabei gibt es auch heute noch Freiräume für Jugendliche, sie werden nur nicht genutzt, z. T. wegen Verschwindens alter Traditionen: z.B.. die harmlosen Bandenspiele gibt es nicht mehr, keine handwerklichen Aufgaben laden ein zu schöpferischer Tätigkeit.
   

Was gehört zum Begriff Erlebnis ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es spricht sowohl die Gefühlsebene, die Vernunftebene und die Handlungsebene des Menschen an. Andere Kriterien sind Risiko, Spannung und Ungewissheit, ob das Ziel erreicht wird. Kurt Hahn, der Begründer Erlebnispädagogik, hat dies in seinen Schulen praktiziert. Dazu gehört das Umsetzen von Gefühlen und echten Handlungen sowie die Gewohnheit der Selbstüberwindung. Betont werden besondere Aktivitäten:

  • Dienst am Nächsten
  • körperliches Training
  • Projektarbeit (handwerklicher, technischer oder geistiger Bereich)
  • Organisation von Expeditionen (z. B. Segelkutter, Kajak usw.)

In der Erlebnispädagogik braucht man also immer die Gruppe und den Natursport als instrumentelles Medium.

Welches sind Ziele ?

  • Die Förderung von Eigeninitiative, Spontaneität, Kreativität,
  • Entdeckung von verborgenen Fähigkeiten und Stärken
  • Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
  • Übernahme von Eigenverantwortung für getroffene Entscheidungen

Das alles hat positive Auswirkungen auf die Handlungskompetenz bzw. auf die soziale Kompetenz. Das wiederum wirkt zurück auf den beruflichen Alltag und die private Freizeit. Der Erlebnispädagoge kann nur günstige Voraussetzungen für Erlebnisse schaffen. Das Erlebnis selbst ist jedoch seinem Wesen nach nicht organisierbar. Es ist in seiner Einmaligkeit Sache jedes Einzelnen. Ein ganz zeitgemäßer Aspekt der Erlebnispädagogik ist die Ökologie. Die ökologische Erziehung ist ein ganz großes Ziel unserer Zeit, gerade wo es immer weniger Berührungspunkte mit intakter Natur gibt. So muss die Ökologie in der Erlebnispädagogik thematisiert werden - und niemals wird man einen besseren Weg für dieses Ziel haben als in der Erlebnispädagogik.