Lesung in der Bücherei mit Bruno-Schülern

Fast so unheimlich wie in ihrem Kinderkrimi „Die magischen Augen von Stonehill“ geht es nachts bei Juma Kliebenstein zu, wenn die erfolgreiche Autorin einen neuen Gruselroman schreibt. „Da mache ich mir nur eine kleine Kerze an. Ansonsten ist alles  dunkel“, beschreibt sie die Atmosphäre in ihrem Haus zwischen 22 und 5 Uhr morgens, wenn aus ihrem Kopf neue Figuren für eine Geschichte entspringen. Das fanden die Sechstklässler der Bruno sehr spannend. Man konnte förmlich spüren, wie die Schüler der 6b und 6c am liebsten mal eine Schreibnacht gemeinsam mit der Saarbrücker Autorin erleben würden. Doch auch schon die Lesung in der Stadtbücherei genossen die 48 Mädchen und Jungen.

Im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen hatte die Stadtbücherei die Autorin nach Schleswig eingeladen. Bekannt wurde Juma Kliebenstein vor allem durch ihr Buch „Der Tag, an dem ich cool wurde“. Nun stellte sie ihren ersten Gruselroman vor: „Die magischen Augen von Stonehill“.  Im Mittelpunkt steht dabei das Mädchen Lucy, die in einem beschaulichen Ort an der amerikanischen Ostküste wohnt. Eines Tages zieht Viola in das Dorf. Und von Langeweile ist keine Spur mehr: Das immer in lila gekleidete Mädchen und ihre Katze Cleopatra scheinen magische Kräfte zu haben. Da verschwindet plötzlich ein Smaragdring, ein anderes Mädchen kann dank Violas hellseherischer Fähigkeiten vor dem Sturz von einer Felsenklippe bewahrt werden und dann scheint da auch noch ein dunkles Geheimnis über dem Ort zu schweben. Ob am Ende alles gut wird, das wollte Kliebenstein bei der Lesung nicht verraten. Allerdings liebe sie nicht unbedingt Happy Ends.

Was sie aber mag, seien Lesereisen wie diese nach Schleswig. Da komme man gut ins Gespräch mit Kindern. Auch mit den Bruno -Schülern. Die hatten eine Menge Fragen, die auch alle beantwortet wurden. Und noch mehr: Die Autorin verriet zudem ein wenig über den Schriftsteller-Alltag. Nicht jeder habe das Glück, Bücher wie „Harry Potter“ zu schreiben und damit Millionen zu verdienen. Vom Verkauf eines ihrer Bücher gehe das meiste an den Verlag. „Wenn es für 13 Euro in der Buchhandlung verkauft wird, bekomme ich mal gerade 1,20 Euro“, rechnete Kliebenstein vor. Trotzdem habe sie es nie bereut, ihre Tätigkeit als Lehrerin an einem Gymnasium aufzugeben. „Ich habe so viele Geschichten im Kopf, die muss ich einfach alle aufschreiben.“ Und so dürfen sich die Schüler freuen, vielleicht bald das 13. Buch der Autorin lesen zu können.

P.S. Einige der Bücher sind in der Schülerbücherei auszuleihen!!!

Und noch eine Auszeichnung für die Theater AG

Zum vierten Mal wurde die Theater AG unter der Leitung von Frau Jung von der Flensburger Pogge-van-Ranken-Stiftung für ihre Leistungen ausgezeichnet: Ihr neustes Stück „Voll das Leben“ erhielt einen Sonderpreis in Höhe von 200 Euro in der Kategorie Schauspiel Mittelstufe.

In der Laudatio heißt es: „Mit eurem Stück „Voll das Leben“ habt ihr gezeigt, dass ihr es verstanden habt, aktuelle Problematiken von Jugendlichen in authentische Szenen umzusetzen. Dabei habt ihr ein gutes Gespür für die wichtigen Elemente innerhalb der Dialoge bewiesen. Ihr habt konzentriert gespielt und eine klare Verknüpfung der einzelnen Szenen geschaffen. Schön dargestellt waren die Mobbingsituationen und das überhebliche Leben der High Society. Glaubhaft in Szene gesetzt waren aber auch die Schwierigkeiten der einzelnen Figuren, sich gegen sein Gegenüber durchzusetzen.“ (Michael Wempner von der Pogge-van-Ranken-Stiftung)

Das Stück besteht aus zwölf Szenen, in denen es um die Facetten der Pubertät geht: Misa will gemocht werden und Alex die Weltherrschaft. Luc macht Sport und Dmitri krumme Geschäfte. Hannah muss kotzen. Ronja will ihre Ruhe und Maja will nie heiraten. Jessica rappt und Elja shoppt. Viktor zockt und Jason strippt. Und alle mobben Manuela.

Dazu wird authentische Musik gespielt: Zehntklässler Jan bietet eigene Songs während der Aufführung dar und untermalt so stimmungsvoll das Geschehen auf der Bühne.

Die Theater AG unter der Leitung von Frau Jung gibt es seit 2007. Jedes Jahr im Frühjahr zeigen die Siebt- bis Neuntklässler, was sie im vergangenen Schuljahr erarbeitet haben. Die Bandbreite der Stücke ist breit gefächert – vom Krimi („Was geschah mit Mr White?“) über eine musikalische Revue („Rock’n’Roll im Paradieso“) bis zum Klassiker („Das Gespenst von Canterville“) haben die Jugendlichen bereits einstudiert.

Gezeigt werden die Stücke jeweils für die anderen Schüler, eine Abendvorstellung ist für Eltern und interessiertes Publikum gedacht. Höhepunkt für die Schüler ist aber die Aufführung des Stücks beim jährlichen Schultheatertag. In einem der drei Häuser vom Schleswig-Holsteinischen Landestheater dürfen die Nachwuchsschauspieler ihre Kunst auf der großen Theaterbühne zeigen – inklusive Umziehen in der Künstlergarderobe, Rundgang hinter den Kulissen und Workshop mit Profi-Schauspielern.

Was im kommenden Schuljahr inszeniert werden wird, ist noch offen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin entscheiden die neuen und alten Schauspieler gemeinsam im September, mit welchem Stück sie sich diesmal auseinander setzen werden.

Schüler helfen blinden Kindern in Afrika

Der Film über das Schicksal philippinischer Kinder auf einer Mülldeponie hat die Zehntklässler sehr berührt. Zwischen Abfall hausen dort Menschen, ernähren sich von dem, was andere weggeschmissen haben, suchen nach Verwertbarem zwischen stinkenden Blechdosen und abgelaufenen Medikamenten. Todesfälle sind Alltag. „Wir wollen helfen, uns geht es im Vergleich zu diesen Kindern so gut“, war die einhellige Meinung der 10d. Also überlegten die Jugendlichen, was sie im Rahmen des Weltkundeunterrichts machen könnten.

Abschied von der "Bruno"

„Ich bin jeden Tag gern in die Schule gegangen.“ Damit verabschiedete sich Schulsekretätin Bärbel Nickelsen nach über 16 Jahren von der Bruno-Lorenzen-Schule. Warme Worte der Anerkennung gab es von Schulleiter Bernd Nissen: „Sie haben sich als Multi-Tasking-Talent erwiesen. Manchmal habe ich gedacht, es ist Wahnsinn, was diese Frau alles so zeitgleich erledigt.  Sie nehmen Krankmeldungen entgegen, kochen mal eben Kaffee, verteilen Post, kämpfen sich durch Schülerhorden durch, suchen die Klassenlehrerin von dem Schüler, dessen Mutter gerade angerufen hat, weil dieser seine Badehose in der Schwimmhalle vergessen hat oder holen eine Delinquentin aus dem Unterricht, weil der Schulsozialarbeiter mit ihr sprechen möchte. Gleichzeitig behandeln Sie Prellungen, vermeintliche Wespenstiche, Übelkeit. Sie können Hypochondrie von echtem Leid unterscheiden und telefonieren zur selben Zeit mit der Stadt. Zeitgleich kommen Sie mit den Ein-Wort-Sätzen der heutigen Schülergeneration klar wie „Briefumschlag“ – „Pflaster“ oder „Schulbescheinigung“. Sie weisen noch daraufhin, dass das Wort „bitte“ angebracht ist, drucken gleichzeitig noch die Klassenliste der 10a aus. Ihr tägliches Arbeitspensum ging deutlich über das hinaus, was die Stellenausschreibung für eine Schulsekretärin hergibt.“ Angesichts dieser Dienste und ihrer immer freundlichen Art werde Bärbel Nickelsen eine große Lücke interlassen.

Wie groß die Wertschätzung ist, zeigten die vielen Wortbeiträge der Lehrkräfte, die Rede des Personalrats und vor allem ein auf Bärbel Nickelsen zugeschriebenes Lied von Musiklehrer Eckhard Aßmann. Musikalische Grüße überbrachten auch die drei Bläserklassen der Schule mit Ständchen vor dem Sekretariat. Ein positives Bild ihrer geleisteten Arbeit zeichnete zudem Robert Kischkat, Leiter des Fachdienstes für Bildung und Gesundheit bei der Stadt.

Die Bruno-Lorenzen-Schule könnte man als zweites Zuhause von Bärbel Nickelsen bezeichnen: Die heute 63jährige war schon selbst Schülerin an der damaligen Realschule. Zunächst machte sie eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau, arbeitete dann als Sekretärin an der Bugenhagenschule bevor sie im Jahr 2000 an die Bruno wechselte. „Ich werde Sie sehr vermissen, viel Glück für die Ruhezeit“, schrieb ihr ein Fünftklässler auf das Abschiedsgeschenk der Klasse und sprach damit wohl allen Mitarbeitern der Schule aus dem Herzen.

Englisches Theater für Bruno-Schüler

„I Like it“  - so das Urteil vieler Bruno-Lorenzen-Schüler nach den Aufführungen des White Horse Theatres. Fünf Mal standen die aus England stammenden Schauspieler auf der Bühne, um für die unterschiedlichen Altersstufen drei verschiedene Stücke aufzuführen. Wie im vergangenen Jahr saßen die Bruno-Schüler nicht in der schuleigenen Aula, sondern im  weitaus größeren Saal der Georg-Wilhelm-Pfingsten-Schule. Die gemeinsame Verpflichtung des White Horse Theatre war eine Aktion der kooperierenden Schulen.

So saßen zwischen den Bruno-Schülern auch hörgeschädigte Mädchen und Jungen, die ebenfalls amüsiert das Geschehen auf der Bühne verfolgten. Ganz zwanglos kam es dabei zwischen den Jugendlichen zum Austausch über die Stücke und die glänzende schauspielerische Leistung der Engländer.

Die Fünft- und Sechstklässler sahen das Stück „The Tiger of the Seas“. In der amüsanten Piratengeschichte nahmen die Schauspieler die Schüler in einem gut verständlichen Englisch mit auf Abenteuertour. Auch manch Leichtmatrose aus dem Publikum sollte angeheuert werden, um mit Kapitän Black Nick Sharkmuck auf Kaperfahrt zu gehen.

Für die Siebt- und Achtklässler gab es das Stück „Future Perfect“. Der Teenager Jimmy ist wie viele junge Leute – Schule interessiert ihn nicht, nur berühmt will er werden. Die Showbühne ist sein Ziel.  Als er schließlich als Popstar seinen Song singt, liegt es an den Schülern zu entscheiden, ob Jimmy mal wieder nur träumt oder er es tatsächlich zum Erfolg gebracht hat.

Um Drogen ging es in dem Stück für die Neunt- und Zehntklässler. In „Brain – Catch – Fire“ will sich Sydney von seinem Mittelklasse-Elternhaus lösen. Doch ob dazu der Weg über Alkohol, Zigaretten und schließlich Ecstasy der richtige ist? Die Schüler sahen mit an, wie schnell man sich dabei auf ein gefährliches Experiment einlassen und wie ein eben noch normales Leben völlig aus den Fugen geraten kann.

Dass die englischen Schauspieler gerne vor Schülern spielen, zeigte sich im Anschluss an die Aufführungen: Sie beantworteten Fragen, gaben Autogramme und ließen sich mit den Schüler fotografieren. Und manch ein Schüler stellte fest, es ist doch ganz nützlich, im Englischunterricht aufzupassen, um sich jetzt mit den Briten unterhalten zu können.

Adventskonzert 2016

Es weihnachtet sehr an der Bruno-Lorenzen-Schule: Traditionell geben die Bläserklasse im Advent ein großes Konzert – am Mittwoch, 14. Dezember, ist es wieder soweit. Ab 18.30 Uhr werden in der Aula weihnachtliche Klassiker und weitere Stücke zu hören sein. Premiere hat dabei die jüngste Bläserklasse: Die 28 Schüler der 5b lernen seit September Posaune, Querflöte oder Trompete. Jetzt werden sie zeigen, was sie in den vergangenen zweieinhalb Monaten gelernt haben. Auftreten werden zudem Solisten und die Orchester AG, in der Schüler der Mittelstufe spielen.

Und noch eine weitere Premiere wird es geben: Die Bereiche Kunst und Textillehre werden ab 17 Uhr in den Fluren und in der Mensa Gebasteltes und Genähtes präsentieren. Verkauft werden wunderschön gearbeitete Deko-Artikel gegen Spende. Der Erlös ist für die Jugendstiftung Winkler bestimmt. Ein weiterer Teil ist für künftige Kunstprojekte an der Schule (zum Beispiel „Kunst auf der Schlei“) vorgesehen. Bei dem Adventsbasar werden Kaffee und Kuchen in der Mensa angeboten. Eröffnet wird der weihnachtliche Nachmittag mit einem Auftritt der Schulband.

Deckelsammlung ein voller Erfolg

Wie viele Kunststoffdeckel passen wohl in eine Mülltonne? Diese Frage sollte doch einmal im Matheunterricht beantwortet werden – und dann wüssten wir, wie viele Polio-Impfungen wir schon finanziert haben. Doch auch ohne Rechnen können wir sagen, dass es sehr viele sein müssen, denn seit den Osterferien sind schon vier gut gefüllte Tonnen zusammengekommen. Das ist ein tolles Ergebnis, das alle Erwartungen übertroffen hat. Vielen Dank dafür!

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